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Zum Auftakt der Programmreihe Staat 1-4 (2016-2018) von Rimini Protokoll im Dezember 2016 fragte der Philosoph Boris Buden, ob die Demokratie tot sei. Ein gutes Jahr später, anlässlich der Präsentation der gesamten Tetralogie in Berlin, stellt er sich erneut der Frage nach dem Schwinden des staatlichen Einflusses in der politischen Sphäre und der historischen „Wahrheit“ der modernen Demokratie. Eine Hommage an Rimini Protokolls „Expert*innen des Alltags“. Zum Beitrag...

Die iranische Insel Kisch hat eine besondere Stellung. Aus politischer und ökonomischer Hybris entstand hier eine globalisierte Freihandelszone. Die Künstler*innen Nasrin Tabatabai und Babak Afrassiabi erzählen die Geschichte der Insel und eines ungewöhnlichen Schiffswracks. Zum Beitrag...

Die binäre Gegenüberstellung von „Rasse“ und Technologie ist ein äußerst problematischer Teil des westlichen Zivilisationsnarrativs. Der Literaturwissenschaftler Louis Chude-Sokei zeigt mit Hilfe von historischen Beispielen und Science-Fiction seine Absurditäten auf. Zum Beitrag...

Gewisse Wörter bestimmen unseren Alltag seit geraumer Zeit, eines davon ist: Angst. Im Zusammenhang mit Flucht, Migration und vermeintlicher Überfremdung fiel es in letzter Zeit besonders häufig. Reflektionen zu einem Gespräch zwischen dem Lyriker und Autor Sinan Antoon, dem Kulturwissenschaftler Joseph Vogl und dem Anthropologen Allen Feldman im HKW über ein Gefühl, das sich auch die Politik zunutze macht. Zum Beitrag auf Englisch...

Der Kultur- und Medientheoretiker Benjamin Steininger von der Gruppe Beauty of Oil erläutert die Verschmelzung der Kohle- mit der Petrochemie seit den 1920er Jahren und skizziert ihre weitreichenden Folgen vom Zweiten Weltkrieg bis heute. Zum Beitrag...

Lebensraumkonzepte haben ihre eigene Zeit. Die Medienhistorikerin Orit Halpern beschreibt die ingenieursgetriebenen Transformationen von Architektur und Design seit der Mitte des 20. Jahrhunderts und wie sie zu Vorstellungen eines technischen Habitats führten. Zum Beitrag...

1948 – ein visionärer Moment, in dem Anti-Genetik, Ideologie und die Untersuchung des Lebens in anderen Welten einander beflügelten. Der Biologiehistoriker Luis Campos wirft ein Schlaglicht auf die „Avant-Garden“ der Züchtungsbiologie, auf ihre Ideen zur Kreierung neuer Organismen und Habitate. Ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Zukunftsvisionen von einst Wirklichkeit werden? Zum Beitrag...

Manchmal machen Wörter, was sie wollen. Wer wüsste das besser als Herta Müller? Seit Jahrzehnten beschäftigt die Literaturnobelpreisträgerin sich mit der Widerspenstigkeit und mit der Durchlässigkeit von Sprache. In der kommenden Ausgabe der Gesprächsreihe Wörterbuch der Gegenwart diskutiert sie mit dem Schriftsteller Marcel Beyer darüber, wann Sprache zum Ausdruck des Widerstands wird und wann zum Instrument der Machtausübung. Aus diesem Anlass ein Text aus einer Anthologie der Zeitschrift für Literatur Akzente. Zum Beitrag...

Welche Bedeutung hat Marcel Duchamps Konzept des Readymade für die zeitgenössische Kunst? Um neue Perspektiven auf die berühmten Werke des Künstlers und Aneignungsstrategien in der Gegenwartskunst geht es beim Symposium The Readymade Century im Haus der Kulturen der Welt. Der Kunsthistoriker Dieter Daniels denkt im Journal als Kurator des Programms über die Wirkungsgeschichte des Kunstkonzepts und dessen Aktualität nach. Zum Beitrag...

Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Kunstformen und politischen Systemen? Rabih Mroués Arbeiten kreisen um die gesellschaftliche Situation im Libanon und den östlichen Mittelmeerraum. Für „Why Are We Here Now?“ untersucht er mit Vertreter*innen der Nach-Bürgerkriegs-Kunstszene libanesische Identitätsentwürfe und die besondere Stellung der Lecture Performance. Zum Beitrag...