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Deep Learning mit Trevor Paglen

Wie wird eine künstliche Intelligenz trainiert? Der Künstler Trevor Paglen erkundet Lern- und Kontrollprogramme und hinterfragt unsere Vorstellung von der Distanz zwischen den Systemen und uns selbst: Mittels Telefotografie militärischer Anlagen macht er verdeckte Infrastrukturen staatlicher Überwachung sichtbar, in den Tiefen der Meere taucht er nach den Internet-Glasfasernetzen, die die NSA anzapfte, und weist die sozialen Implikationen von Bildgeneratoren wie Googles DeepDream auf. Paul Feigelfeld hat ihn in seinem Berliner Studio getroffen. Zum Beitrag...

Unter dem Stichwort FORUM trifft in der zweiten Ausgabe des Wörterbuchs der Gegenwart Eyal Weizman, Architekt und Aktivist, auf den Sozialhistoriker Dipesh Chakrabarty. Vage Moralvorstellungen, so dessen These, führen im Umgang mit dem Klimawandel nicht weiter. Ein wirksames Forum muss eine planetarische Perspektive einnehmen.

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Acht Tage lehren, lernen, experimentelle Formen der Wissensproduktion und -aneignung austauschen. Der Technosphere Campus am HKW widmete sich einem Thema, das mehr und mehr weltbestimmend wird: der Technosphäre. In Zeiten, in denen nicht nur „smart“-Produkte Technologie und Leben untrennbar verschmelzen, sondern mit Hilfe von Algorithmen der Mensch ebenso wie seine Umwelt umfassend berechnet wird, ist ein Phänomen entstanden, das dringend der Erforschung bedarf. Brian Holmes, Kulturkritiker und Co-Leiter des Seminars „Governing the Anthropocene“, berichtet. Zum Beitrag auf Englisch...

Eine Nachlese zum Technosphärenwissen

Eine neue Komponente des Erdsystems ist im Entstehen, vergleichbar in ihrer Wirkmacht und Funktion mit der Bio- oder Hydrosphäre: die Technosphäre. Sie bildet sich im Zusammenwirken natürlicher Umwelten mit gewaltigen soziotechnischen Kräften und einer wachsenden „technologischen Artenvielfalt“. An den drei Themenabenden von Technosphärenwissen gaben Wissenschaftler*innen und Künstler*innen Einblicke in die gegenseitige Bedingtheit von Wissensproduktion und Technosphäre. Die Schriftstellerin Adania Shibli war dabei und hat sich ihre eigenen Gedanken gemacht. Zum Beitrag auf Englisch...

Die dystopische Videoserie „The Common Sense“ dreht sich um „The Patch“. An den Gaumen geklebt überträgt diese Prothese die Gefühle und körperlichen Empfindungen anderer. In zeitlichen und räumlichen Sprüngen zeigt die Videoarbeit die tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen, die das Gadget auslöst – von der absoluten Überwachung im Arbeitsalltag bis zur einer pornografischen Ökonomie. Im Interview mit Bert Rebhandl spricht die Künstlerin Melanie Gilligan über Geräte, Fernsehserien und Neurowissenschaften. Zum Beitrag...

Schellack ist das Gegenteil von Smart Home: „nach 3 Minuten aufstehen, die Seite wechseln, die Nadel des Grammophons austauschen“. Ein Gespräch mit dem Berliner Schellack-Experten und Betreiber eines Grammophon-Salons, Ralf Schumacher, über ein anderes Hören und die Faszination stromfreier Technik. Zum Beitrag...

Zur Autonomie der Technik

Kann man sagen, dass die Technologie heute in ihren globalen Auswirkungen mit der Natur und der Gesellschaft in Konkurrenz tritt? Der Medienphilosoph Erich Hörl und der Geowissenschaftler Peter K. Haff diskutieren die Technosphere: Wie wurde aus Technologie ein semiautonomes Ökosystem? Zum Beitrag...

Ordnungssysteme, die kollabieren. Kategorien, die nicht mehr greifen. Gesellschaftliche Transformationen von unbekanntem Ausmaß: Der Erste Weltkrieg läutete eine historische Phase ein, die sich seither in den verschiedensten Formationen stets aufs Neue manifestiert. Mit der Projektreihe 100 Jahre Gegenwart spürt das HKW den Wirkmächten des Ersten Weltkriegs im digitalen Heute nach. Zum Beitrag...