Konfliktlagen
English

Konfliktlagen

Männer sind Macht, Kinder bedeuten Macht. Taiye Selasi, gefeierte Autorin von „Diese Dinge geschehen nicht einfach so“, gibt in ihrer Kurzgeschichte „The Sex Lives of African Girls“ Einblicke in unhintergehbare Geschlechterhierarchien: Aus der Sicht einer Elfjährigen erzählt sie einen verhängnisvollen Tag in einer Villa in Accra, an dem sich die brutale Härte männlicher Dominanz voll entfaltet, gerade weil sie von den Frauen mitgetragen wird. Die elfjährige Edem hat keine Mutter mehr, ihre Tante Khadijeh keine eigenen Kinder, eine Chance haben beide nicht: „In the peculiar hierarchy of African households the only rung lower than a motherless child is a childless mother.“ Ein Auszug begleitend zur Gewalt-Ausgabe des Wörterbuchs der Gegenwart, an der die Autorin teilgenommen hat. Zum Beitrag...

31.03.2017 Konfliktlagen Max Dax

Wie klingt freie Musik? Und wie hat sie Einfluss genommen auf die Freiheitsbewegungen der vergangenen 100 Jahre? Max Dax im Gespräch mit den „Free! Music“-Kuratoren Detlef Diederichsen und Björn Gottstein über die Befreiung der Musik zu Beginn des 20. Jahrhunderts, deren Ausdifferenzierung im Poststrukturalismus und den Freiheitsdrang von Künstler*innen. Zum Beitrag...

Der Politiktheoretiker Sandro Mezzadra über „Globalisierung von unten“, die Mobilität der Arbeitskraft und die Doppelbindung von Nation und Kapital. Zum Beitrag...

Ob Heavy Metal oder Pop, ist letztlich egal: Tore Tvarnø Lind, Musikanthropologe an der Universität Kopenhagen, erforscht die Methoden „moderner“ Musikfolter. Seine Arbeit zeigt, wie mittels struktureller Gewalt und Grausamkeit Musik zweckentfremdet und zum Quälen von Menschen eingesetzt wird. Ein Ausschnitt seines Beitrags zum soeben erschienenen Band „Krieg singen“. Zum Beitrag...

Sarah Bay-Cheng hat für das 100 Jahre Gegenwart. Journal die US-Premiere von „Top Secret International (Staat 1)” in New York besucht. Über das Rimini Protokoll-Stück hinaus richtet die Theaterwissenschaftlerin den Blick auf Cyber-Attacken, Fake News und das Bild von Geheimdiensten. Eine Auseinandersetzung mit der Verletzbarkeit der Algorithmen und der gegenwärtigen Krise der Demokratie – im Theater und im wahren Leben. Zum Beitrag auf Englisch...

Gibt es Wahrheit? Und brauchen wir sie noch? Im Rahmen der Reihe Wörterbuch der Gegenwart diskutierten Wole Soyinka, Literaturnobelpreisträger, und Manthia Diawara, Filmemacher und Kulturtheoretiker, eine universelle Idee und ihre Relevanz in der heutigen Welt. Ausgangspunkt war die Négritude, von ihren Erfindern erdacht als wahrhafte Basis einer afrikanischen Identität. Zum Beitrag...

Von Radiopropaganda in Ruanda zu Folterpraktiken auf Guantánamo Bay: Was hat Musik mit Krieg zu tun? Die Kulturanthropologin Angela Dreßler geht dieser Frage nach – und erfährt, wie Musik im krisengeschüttelten Guinea-Bissau die Angst vor einem neuen Militärputsch lindern soll. Zum Beitrag...

Über das Festival "Krieg Singen"

Krieg und Musik – ohne einander scheinen sie nicht auszukommen, zweiteres ohne ersteres schon gar nicht. Im Gespräch erläutern HKW-Intendant Bernd Scherer und die beiden „Krieg singen“-Kuratoren Detlef Diederichsen und Holger Schulze, warum es gerade heute wichtig ist, die Querverbindungen von Musik und Krieg in den Blick zu nehmen: mit den Mitteln der Musik selbst. Zum Beitrag...

Thomas Meinecke, Frontmann der Band F.S.K., über Musik in Zeiten der Mobilmachung und der Propaganda. Zum Beitrag...