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Die Großbaustelle hat ausgedient, so Maik Novotny. Mit Blick auf Rimini Protokolls „Gesellschaftsmodell Großbaustelle (Staat 2)“ analysiert der Architekturkritiker den Kampf um die Schalthebel des Bauens zwischen Top Down und Bottom-up, problematische (Schein-)Beteiligungen der Öffentlichkeit und jüngste Fanale des Scheiterns. Ein Plädoyer für die Kleinbaustelle. Zum Beitrag...

Öffentliche Großbaustellen sind ein Phänomen der Zeit. Die Kosten explodieren, Politiker*innen stolpern, Eröffnungen verzögern sich, das „Publikum“ wundert sich über nichts mehr und freut sich, wenn tatsächlich mal etwas fertig wird (#Elbphilharmonie). Anlässlich der Premiere des zweiten Teils der Tetralogie Staat 1-4 von Rimini Protokoll, „Gesellschaftsmodell Großbaustelle (Staat 2)“ macht sich die Amerikanistin Eva C. Schweitzer ihre eigenen Gedanken zu komplizierten Beziehungsgeflechten und dem mythischen Wert von Großbaustellen. Zum Beitrag...

Sarah Bay-Cheng hat für das 100 Jahre Gegenwart. Journal die US-Premiere von „Top Secret International (Staat 1)” in New York besucht. Über das Rimini Protokoll-Stück hinaus richtet die Theaterwissenschaftlerin den Blick auf Cyber-Attacken, Fake News und das Bild von Geheimdiensten. Eine Auseinandersetzung mit der Verletzbarkeit der Algorithmen und der gegenwärtigen Krise der Demokratie – im Theater und im wahren Leben. Zum Beitrag auf Englisch...

Ist die Demokratie tot? Zum Auftakt der Programmreihe STAAT 1-4 (2016-2018) von Rimini Protokoll zu Phänomenen der Postdemokratie und den Lücken im System beleuchtet der Philosoph Boris Buden die historische „Wahrheit“ der modernen Demokratie. Er rückt die Purifzierung ihrer Idee vor dem Hintergrund einer „unreinen“ Geschichte in den Mittelpunkt und erläutert die Gründe für deren heutige Rückkehr aus der ideologischen Verdrängung. Ein Blick unter den Deckmantel der erhabenen Instanz Demokratie. Zum Beitrag auf Englisch...