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Neuronen, die in einer Petrischale leben, treten im Duett mit menschlichen Musiker*innen auf: Der australische Künstler Guy Ben-Ary hat sich Hautzellen entnehmen und zu einer Kultur mit 100.000 Zellen heranziehen lassen. Mit Elektroden verbunden, bilden sie einen Output über einen analogen Synthesizer – so kann cellF mit den menschlichen Musikern „jammen“. Ben-Ary über die Überblendung von Kunst und Wissenschaft, Joint Ventures und das nicht-menschliche Bewusstsein. Zum Beitrag auf Englisch...

Der mexikanisch-amerikanische Komponist Conlon Nancarrow (1912–1997) lebte jahrzehntelang in einem kleinen Vorort von Mexiko-Stadt. Die USA hatten ihn nach seiner Beteiligung am Spanischen Bürgerkrieg dorthin verbannt. Fast unbemerkt schuf er im mexikanischen Exil ein einzigartiges Lebenswerk von 51 Studien für Pianola.

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Von „Freedom Now“ bis „White Zulu“: Der Schriftsteller Max Annas, der mehrere Jahre zu Jazz aus Südafrika an der Universität von Fort Hare in East London geforscht hat, über die politische Bedeutung dieser Musik für die Geschichte des Landes.

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31.03.2017 Konfliktlagen Max Dax

Wie klingt freie Musik? Und wie hat sie Einfluss genommen auf die Freiheitsbewegungen der vergangenen 100 Jahre? Max Dax im Gespräch mit den „Free! Music“-Kuratoren Detlef Diederichsen und Björn Gottstein über die Befreiung der Musik zu Beginn des 20. Jahrhunderts, deren Ausdifferenzierung im Poststrukturalismus und den Freiheitsdrang von Künstler*innen. Zum Beitrag...

Class, Race and Pop: Wie ein Marketingprofi in den USA die rassistische Trennung in „schwarze“ und „weiße“ Musik erfand. Der Musiker Dom Flemons, selbst „Betroffener“ dieses Schubladendenkens, erzählt von einem kaum bekannten Aspekt der amerikanischen Folk-Musik. Zum Beitrag...

Ob Heavy Metal oder Pop, ist letztlich egal: Tore Tvarnø Lind, Musikanthropologe an der Universität Kopenhagen, erforscht die Methoden „moderner“ Musikfolter. Seine Arbeit zeigt, wie mittels struktureller Gewalt und Grausamkeit Musik zweckentfremdet und zum Quälen von Menschen eingesetzt wird. Ein Ausschnitt seines Beitrags zum soeben erschienenen Band „Krieg singen“. Zum Beitrag...

Eine Nachlese zum Technosphärenwissen

Eine neue Komponente des Erdsystems ist im Entstehen, vergleichbar in ihrer Wirkmacht und Funktion mit der Bio- oder Hydrosphäre: die Technosphäre. Sie bildet sich im Zusammenwirken natürlicher Umwelten mit gewaltigen soziotechnischen Kräften und einer wachsenden „technologischen Artenvielfalt“. An den drei Themenabenden von Technosphärenwissen gaben Wissenschaftler*innen und Künstler*innen Einblicke in die gegenseitige Bedingtheit von Wissensproduktion und Technosphäre. Die Schriftstellerin Adania Shibli war dabei und hat sich ihre eigenen Gedanken gemacht. Zum Beitrag auf Englisch...

Schellack ist das Gegenteil von Smart Home: „nach 3 Minuten aufstehen, die Seite wechseln, die Nadel des Grammophons austauschen“. Ein Gespräch mit dem Berliner Schellack-Experten und Betreiber eines Grammophon-Salons, Ralf Schumacher, über ein anderes Hören und die Faszination stromfreier Technik. Zum Beitrag...

Von Radiopropaganda in Ruanda zu Folterpraktiken auf Guantánamo Bay: Was hat Musik mit Krieg zu tun? Die Kulturanthropologin Angela Dreßler geht dieser Frage nach – und erfährt, wie Musik im krisengeschüttelten Guinea-Bissau die Angst vor einem neuen Militärputsch lindern soll. Zum Beitrag...

Über das Festival "Krieg Singen"

Krieg und Musik – ohne einander scheinen sie nicht auszukommen, zweiteres ohne ersteres schon gar nicht. Im Gespräch erläutern HKW-Intendant Bernd Scherer und die beiden „Krieg singen“-Kuratoren Detlef Diederichsen und Holger Schulze, warum es gerade heute wichtig ist, die Querverbindungen von Musik und Krieg in den Blick zu nehmen: mit den Mitteln der Musik selbst. Zum Beitrag...

Thomas Meinecke, Frontmann der Band F.S.K., über Musik in Zeiten der Mobilmachung und der Propaganda. Zum Beitrag...

Wer der Zeit auf die Spur kommen will, muss experimentieren – oder besser noch: improvisieren. Das – so zeigt das Programm „Der Angriff der Zeit auf das übrige Leben“ – gilt auch oder gerade in der Kultur: weg von der fertigen, er- und geprobten Aufführung, hin zur offenen Form, zur Entwicklung des Denkens auf der Bühne. Eine Zwischenbilanz. Zum Beitrag...