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Der Historiker Cemil Aydin über die Folgen des Zerfalls von Vielvölkerstaaten und das Osmanische Kalifat als Symbol weltbürgerlicher Gesinnung. Zum Beitrag...

Ein Gespräch der Kurator*innen von Die Jetztzeit der Monster mit der Schriftstellerin und Journalistin Slavenka Drakulić über Nationalerzählungen, Völkerrecht und die Last der „offiziellen“ Geschichtsschreibung. Zum Beitrag...

Krieg und Displacement gehen Hand in Hand. Was der Historiker Jörn Leonhard in seiner Analyse des Ersten Weltkriegs herausstreicht – die Anonymisierung und Bürokratisierung von Gewalt – beschreibt der Schriftsteller Stefan Zweig exemplarisch anhand eines Einzelschicksals: Der Mensch als zum Scheitern verurteilter Spielball ungenannter, gnadenloser Mächte. Zum Beitrag...

Der Erste Weltkrieg, gedacht als „the War to end all Wars“, hatte mitnichten die gewünschte Wirkung: Anonymisiertes Töten und Getötetwerden sowie die totale Entgrenzung einer technologisierten wie bürokratisierten Kriegsmaschinerie sind Hypotheken, die bis heute nicht beglichen sind. „Der Sieger“, so der Historiker Jörn Leonhard in seinem Beitrag zum Projekt Tatort Schlachtfeld, „war keine Nation, kein Staat, kein Empire, und sein Ergebnis war keine Welt ohne Krieg. Der eigentliche Sieger war der Krieg selbst.“ Zum Beitrag...

Über das Festival "Krieg Singen"

Krieg und Musik – ohne einander scheinen sie nicht auszukommen, zweiteres ohne ersteres schon gar nicht. Im Gespräch erläutern HKW-Intendant Bernd Scherer und die beiden „Krieg singen“-Kuratoren Detlef Diederichsen und Holger Schulze, warum es gerade heute wichtig ist, die Querverbindungen von Musik und Krieg in den Blick zu nehmen: mit den Mitteln der Musik selbst. Zum Beitrag...

Eröffnungsrede von Bernd Scherer, Intendant des HKW, zum Auftakt von 100 Jahre Gegenwart am 30. September 2015

Notstandsverwaltung des Augenblicks versus Geschichte als Möglichkeitsraum: Wie kann unsere Gesellschaft zu neuen Handlungsmodellen kommen, statt ständig auf unerwartete Herausforderungen reagieren zu müssen? Zur Beantwortung dieser Frage hat Bernd Scherer den Bogen weit gespannt – von der Zeit-Geschichte zur Technik- und Kriegs-Geschichte. Zwischen Kapitalismus, Technologie und Beschleunigung ist ein explosives Amalgam entstanden, dessen Zusammensetzung dringend der Analyse bedarf: die Gegenwart. Zum Beitrag...

Thomas Meinecke, Frontmann der Band F.S.K., über Musik in Zeiten der Mobilmachung und der Propaganda. Zum Beitrag...

Ordnungssysteme, die kollabieren. Kategorien, die nicht mehr greifen. Gesellschaftliche Transformationen von unbekanntem Ausmaß: Der Erste Weltkrieg läutete eine historische Phase ein, die sich seither in den verschiedensten Formationen stets aufs Neue manifestiert. Mit der Projektreihe 100 Jahre Gegenwart spürt das HKW den Wirkmächten des Ersten Weltkriegs im digitalen Heute nach. Zum Beitrag...