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Die Großbaustelle hat ausgedient, so Maik Novotny. Mit Blick auf Rimini Protokolls „Gesellschaftsmodell Großbaustelle (Staat 2)“ analysiert der Architekturkritiker den Kampf um die Schalthebel des Bauens zwischen Top Down und Bottom-up, problematische (Schein-)Beteiligungen der Öffentlichkeit und jüngste Fanale des Scheiterns. Ein Plädoyer für die Kleinbaustelle. Zum Beitrag...

Öffentliche Großbaustellen sind ein Phänomen der Zeit. Die Kosten explodieren, Politiker*innen stolpern, Eröffnungen verzögern sich, das „Publikum“ wundert sich über nichts mehr und freut sich, wenn tatsächlich mal etwas fertig wird (#Elbphilharmonie). Anlässlich der Premiere des zweiten Teils der Tetralogie Staat 1-4 von Rimini Protokoll, „Gesellschaftsmodell Großbaustelle (Staat 2)“ macht sich die Amerikanistin Eva C. Schweitzer ihre eigenen Gedanken zu komplizierten Beziehungsgeflechten und dem mythischen Wert von Großbaustellen. Zum Beitrag...

Unterricht soll sich verändern, so weit verbreitete Forderungen, um junge Menschen auf den Arbeitsmarkt einer globalen Wissensgesellschaft vorzubereiten. Ist eine solche Entwicklung wirklich erstrebenswert? Wie lässt sich eine Schule imaginieren, die eine chancengerechte Gesellschaft mitgestaltet? Keri Facer, Professorin für Educational and Social Futures an der University of Bristol, untersucht in ihrem Beitrag die Herausforderung, das Verhältnis von Schule, Gesellschaft und Zukunft neu zu denken. Zum Beitrag...

Wer hat die Deutungshoheit über Geschichte? Welche neuen Perspektiven und Zugänge zu ihr sind möglich? Der Künstler, Filme- und Theatermacher Ho Tzu Nyen über den Tiger als Metapher für die historische Verwobenheit von Mensch, Natur und Kultur in Malaysia und Singapur, die Bedeutung von Sprache und Gesang in seinem Werk und die Unsicherheiten, die die Auseinandersetzung mit der (Kolonial-)Geschichte birgt. Zum Beitrag auf Englisch...

Wie lässt sich eine nicht-essentialistische Vorstellung von Identität entwickeln? Welche Strategien sind nötig, um die Imagination zu dekolonialisieren? Anselm Franke und Hyunjin Kim, die Kurator*innen der Ausstellung 2 oder 3 Tiger, über die kolonialistischen Anfänge weltweiter Überwachung, die Abgründe von Nationalismen historisch und heute und Möglichkeiten der Emanzipation von klassischen Traditionsverständnissen in Ostasien wie im Westen. Zum Beitrag auf Englisch...

Die internationale Brisanz der Wohnungsfrage, Kulturtransfers und das Bauhaus: HKW-Intendant Bernd Scherer im Gespräch mit Claudia Perren und Franziska Eidner. Zum Beitrag...

Unter dem Stichwort FORUM trifft in der zweiten Ausgabe des Wörterbuchs der Gegenwart Eyal Weizman, Architekt und Aktivist, auf den Sozialhistoriker Dipesh Chakrabarty. Vage Moralvorstellungen, so dessen These, führen im Umgang mit dem Klimawandel nicht weiter. Ein wirksames Forum muss eine planetarische Perspektive einnehmen.

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Ein echter Austausch ist in der Gesellschaft nicht gefragt, das zeigt der Umgang mit Geflüchteten. Wir brauchen aber eine Kultur des offenen Dialogs, der Differenz aushält und Zeit-Räume für nachhaltige politische Strategien eröffnet. Denn nur die Möglichkeit zur aktiven Teilnahme an der Gesellschaft schützt vor dem Rückzug der Ausgegrenzten in partikulare Gemeinschaften. Zum Beitrag...