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Friedhofsgärtnereien sind der Inbegriff des deutschen Gewerbes. Auf dem Jerusalem-Friedhof im Berliner Schillerkiez gibt es auch eine – betrieben hingegen von Geflüchteten als Guerilla-Gardening. In ihrem experimentellen Videoprojekt Terra Nova bringt die Künstlerin Constanze Fischbeck Gärtner, Anwohner*innen und Expert*innen zusammen. Die Geschichte einer vorsichtigen Annäherung. Zum Beitrag...

„Migration und Rassismus sind historisch ganz konkret verschränkt“. Dieses ernüchternde Statement führt die Migrationsforscherin Nanna Heidenreich nicht zur Resignation, sondern zu einem Ansatz, der sich auf praktischer Ebene mit strukturellen gesellschaftlichen Herausforderungen beschäftigt: In ihrem dreiteiligen Projekt „Tonspuren“ setzt sie auf Künstler*innen, die nicht Porträts von Geflüchteten zeichnen, sondern die Zusammenarbeit ins Zentrum ihrer Arbeit rücken – in einer Friedhofsgärtnerei, im Alltagsleben einer achtköpfigen Familie, in der Vielstimmigkeit des Zuhörens. Im Interview stellt sie die Projekte vor und erläutert ihren kuratorischen Ansatz: Projektionsflächen vermeiden, offene Verhandlungsräume schaffen, Selbstbestimmung in den Vordergrund stellen – oder, ganz simpel: ins Gespräch kommen. Zum Beitrag...

Ein echter Austausch ist in der Gesellschaft nicht gefragt, das zeigt der Umgang mit Geflüchteten. Wir brauchen aber eine Kultur des offenen Dialogs, der Differenz aushält und Zeit-Räume für nachhaltige politische Strategien eröffnet. Denn nur die Möglichkeit zur aktiven Teilnahme an der Gesellschaft schützt vor dem Rückzug der Ausgegrenzten in partikulare Gemeinschaften. Zum Beitrag...