Interview
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Die Teilung Koreas ist bis heute folgenreich – für die Menschen auf beiden Seiten der Grenze und in allen erdenklichen Lebensbereichen. Die Künstlerin Minouk Lim spricht über die mediale (Nicht-)Bearbeitung der Traumata in der südkoreanischen Bevölkerung, über kollektive Erinnerungen durch geteilte Fernseherfahrungen und über ihre eigene Auseinandersetzung mit Medientechnologien. Zum Beitrag...

Neuronen, die in einer Petrischale leben, treten im Duett mit menschlichen Musiker*innen auf: Der australische Künstler Guy Ben-Ary hat sich Hautzellen entnehmen und zu einer Kultur mit 100.000 Zellen heranziehen lassen. Mit Elektroden verbunden, bilden sie einen Output über einen analogen Synthesizer – so kann cellF mit den menschlichen Musikern „jammen“. Ben-Ary über die Überblendung von Kunst und Wissenschaft, Joint Ventures und das nicht-menschliche Bewusstsein. Zum Beitrag auf Englisch...

Vor 100 Jahren versuchten Reformpädagog*innen weltweit, Grundlagen für ein neues Lernen und Lehren zu schaffen. In dem langfristig angelegten Praxisprojekt Schools of Tomorrow, das die Ansätze von damals aus heutiger Perspektive untersucht, experimentieren Künstler*innen, Pädagog*innen und Wissenschaftler*innen mit neuen Lernformaten. Kuratorin Silvia Fehrmann und Daniel Seitz von Jugend hackt sprechen über alternative Ansätze, den komplexen Alltag der neuen Generation und über selbstständige Kinder.

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Wer hat die Deutungshoheit über Geschichte? Welche neuen Perspektiven und Zugänge zu ihr sind möglich? Der Künstler, Filme- und Theatermacher Ho Tzu Nyen über den Tiger als Metapher für die historische Verwobenheit von Mensch, Natur und Kultur in Malaysia und Singapur, die Bedeutung von Sprache und Gesang in seinem Werk und die Unsicherheiten, die die Auseinandersetzung mit der (Kolonial-)Geschichte birgt. Zum Beitrag auf Englisch...

Wie lässt sich eine nicht-essentialistische Vorstellung von Identität entwickeln? Welche Strategien sind nötig, um die Imagination zu dekolonialisieren? Anselm Franke und Hyunjin Kim, die Kurator*innen der Ausstellung 2 oder 3 Tiger, über die kolonialistischen Anfänge weltweiter Überwachung, die Abgründe von Nationalismen historisch und heute und Möglichkeiten der Emanzipation von klassischen Traditionsverständnissen in Ostasien wie im Westen. Zum Beitrag auf Englisch...

Die kategoriale Trennung zwischen Mensch, Technologie und Natur funktioniert nicht mehr. In der Technosphäre materialisiert sich ihre Verflechtung. Wie lässt sich dieses soziotechnische Gefüge und seine Dynamik erfassen? Die Herausgeber*innen des Technosphere MagazineKatrin Klingan und Christoph Rosol, erläutern das explorative Publikationsprojekt und wie es sich der Substanz und Varianz der Technosphäre nähert. Zum Beitrag...

Von „Freedom Now“ bis „White Zulu“: Der Schriftsteller Max Annas, der mehrere Jahre zu Jazz aus Südafrika an der Universität von Fort Hare in East London geforscht hat, über die politische Bedeutung dieser Musik für die Geschichte des Landes.

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31.03.2017 Konfliktlagen Max Dax

Wie klingt freie Musik? Und wie hat sie Einfluss genommen auf die Freiheitsbewegungen der vergangenen 100 Jahre? Max Dax im Gespräch mit den „Free! Music“-Kuratoren Detlef Diederichsen und Björn Gottstein über die Befreiung der Musik zu Beginn des 20. Jahrhunderts, deren Ausdifferenzierung im Poststrukturalismus und den Freiheitsdrang von Künstler*innen. Zum Beitrag...

Der Schriftsteller Rana Dasgupta im Gespräch mit dem Soziologen Boaventura de Sousa Santos über den Nationalstaat in der Krise, den Mangel an alternativen Strukturen und die Konsequenzen. Zum Beitrag...

Ein Gespräch der Kurator*innen von Die Jetztzeit der Monster mit der Schriftstellerin und Journalistin Slavenka Drakulić über Nationalerzählungen, Völkerrecht und die Last der „offiziellen“ Geschichtsschreibung. Zum Beitrag...

Deep Learning mit Trevor Paglen

Wie wird eine künstliche Intelligenz trainiert? Der Künstler Trevor Paglen erkundet Lern- und Kontrollprogramme und hinterfragt unsere Vorstellung von der Distanz zwischen den Systemen und uns selbst: Mittels Telefotografie militärischer Anlagen macht er verdeckte Infrastrukturen staatlicher Überwachung sichtbar, in den Tiefen der Meere taucht er nach den Internet-Glasfasernetzen, die die NSA anzapfte, und weist die sozialen Implikationen von Bildgeneratoren wie Googles DeepDream auf. Paul Feigelfeld hat ihn in seinem Berliner Studio getroffen. Zum Beitrag...

Wie könnte eine zeitgenössische Definition von Gemeinnützigkeit im Wohnungswesen lauten? Die Architekturhistorikerin Anne Kockelkorn geht im 100 Jahre Gegenwart. Journal auf zentrale Fragen des sozialen Wohnungsbaus in der BRD ein, untersucht den Paradigmenwechsel von Quantität zu Qualität im Wohnen der 1970er Jahre und entwirft Szenarien, die zu einer Verbesserung der Wohnsituation vieler führen könnten: weg von der Wohnung als Ware, hin zu einem Verständnis von Wohnraum als Gebrauchswert. Ein Interview zum zentralen Punkt der neuen Publikation „Wohnungsfrage“. Zum Beitrag...

Die internationale Brisanz der Wohnungsfrage, Kulturtransfers und das Bauhaus: HKW-Intendant Bernd Scherer im Gespräch mit Claudia Perren und Franziska Eidner. Zum Beitrag...

„Achtung, Aufnahme!“, eine begehbare Klanginstallation von Julia Tieke, übersetzt deutschsprachige Medienberichte über Migration und Flucht in die Sprachen der Betroffenen. Sie konfrontiert die Besucher*innen mit der Situation des Nicht-Verstehens, aber auch mit deutschsprachigen Kommentaren von Übersetzer*innen und Sprecher*innen zu den politischen Hintergründen von Sprachmissverständnissen. Im Interview mit Elisabeth Wellershaus spricht die Radiomacherin und Autorin über Erkundungen, Fallstricke und Wortneuschöpfungen im komplexen Feld der Übersetzung. Zum Beitrag...