Interview
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Der Schriftsteller Rana Dasgupta im Gespräch mit dem Soziologen Boaventura de Sousa Santos über den Nationalstaat in der Krise, den Mangel an alternativen Strukturen und die Konsequenzen. Zum Beitrag...

Ein Gespräch der Kurator*innen von Die Jetztzeit der Monster mit der Schriftstellerin und Journalistin Slavenka Drakulić über Nationalerzählungen, Völkerrecht und die Last der „offiziellen“ Geschichtsschreibung. Zum Beitrag...

Deep Learning mit Trevor Paglen

Wie wird eine künstliche Intelligenz trainiert? Der Künstler Trevor Paglen erkundet Lern- und Kontrollprogramme und hinterfragt unsere Vorstellung von der Distanz zwischen den Systemen und uns selbst: Mittels Telefotografie militärischer Anlagen macht er verdeckte Infrastrukturen staatlicher Überwachung sichtbar, in den Tiefen der Meere taucht er nach den Internet-Glasfasernetzen, die die NSA anzapfte, und weist die sozialen Implikationen von Bildgeneratoren wie Googles DeepDream auf. Paul Feigelfeld hat ihn in seinem Berliner Studio getroffen. Zum Beitrag...

Wie könnte eine zeitgenössische Definition von Gemeinnützigkeit im Wohnungswesen lauten? Die Architekturhistorikerin Anne Kockelkorn geht im 100 Jahre Gegenwart. Journal auf zentrale Fragen des sozialen Wohnungsbaus in der BRD ein, untersucht den Paradigmenwechsel von Quantität zu Qualität im Wohnen der 1970er Jahre und entwirft Szenarien, die zu einer Verbesserung der Wohnsituation vieler führen könnten: weg von der Wohnung als Ware, hin zu einem Verständnis von Wohnraum als Gebrauchswert. Ein Interview zum zentralen Punkt der neuen Publikation „Wohnungsfrage“. Zum Beitrag...

Die internationale Brisanz der Wohnungsfrage, Kulturtransfers und das Bauhaus: HKW-Intendant Bernd Scherer im Gespräch mit Claudia Perren und Franziska Eidner. Zum Beitrag...

„Achtung, Aufnahme!“, eine begehbare Klanginstallation von Julia Tieke, übersetzt deutschsprachige Medienberichte über Migration und Flucht in die Sprachen der Betroffenen. Sie konfrontiert die Besucher*innen mit der Situation des Nicht-Verstehens, aber auch mit deutschsprachigen Kommentaren von Übersetzer*innen und Sprecher*innen zu den politischen Hintergründen von Sprachmissverständnissen. Im Interview mit Elisabeth Wellershaus spricht die Radiomacherin und Autorin über Erkundungen, Fallstricke und Wortneuschöpfungen im komplexen Feld der Übersetzung. Zum Beitrag...

„Migration und Rassismus sind historisch ganz konkret verschränkt“. Dieses ernüchternde Statement führt die Migrationsforscherin Nanna Heidenreich nicht zur Resignation, sondern zu einem Ansatz, der sich auf praktischer Ebene mit strukturellen gesellschaftlichen Herausforderungen beschäftigt: In ihrem dreiteiligen Projekt „Tonspuren“ setzt sie auf Künstler*innen, die nicht Porträts von Geflüchteten zeichnen, sondern die Zusammenarbeit ins Zentrum ihrer Arbeit rücken – in einer Friedhofsgärtnerei, im Alltagsleben einer achtköpfigen Familie, in der Vielstimmigkeit des Zuhörens. Im Interview stellt sie die Projekte vor und erläutert ihren kuratorischen Ansatz: Projektionsflächen vermeiden, offene Verhandlungsräume schaffen, Selbstbestimmung in den Vordergrund stellen – oder, ganz simpel: ins Gespräch kommen. Zum Beitrag...

Die dystopische Videoserie „The Common Sense“ dreht sich um „The Patch“. An den Gaumen geklebt überträgt diese Prothese die Gefühle und körperlichen Empfindungen anderer. In zeitlichen und räumlichen Sprüngen zeigt die Videoarbeit die tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen, die das Gadget auslöst – von der absoluten Überwachung im Arbeitsalltag bis zur einer pornografischen Ökonomie. Im Interview mit Bert Rebhandl spricht die Künstlerin Melanie Gilligan über Geräte, Fernsehserien und Neurowissenschaften. Zum Beitrag...

Schellack ist das Gegenteil von Smart Home: „nach 3 Minuten aufstehen, die Seite wechseln, die Nadel des Grammophons austauschen“. Ein Gespräch mit dem Berliner Schellack-Experten und Betreiber eines Grammophon-Salons, Ralf Schumacher, über ein anderes Hören und die Faszination stromfreier Technik. Zum Beitrag...

Zur Autonomie der Technik

Kann man sagen, dass die Technologie heute in ihren globalen Auswirkungen mit der Natur und der Gesellschaft in Konkurrenz tritt? Der Medienphilosoph Erich Hörl und der Geowissenschaftler Peter K. Haff diskutieren die Technosphere: Wie wurde aus Technologie ein semiautonomes Ökosystem? Zum Beitrag...